Wort in der Krise | 14. April 2020

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Fake News

von Pfarrer Christian Albrecht

Im heutigen Evangelium (Mat 28, 8-15) ist eine interessante Randnotiz festgehalten: Es wurden bewusst Falschmeldungen gestreut, damit der Glaube an die Auferstehung beschädigt wird. „Erzählt den Leuten, seine Jünger seien in der Nacht gekommen und haben ihn gestohlen…“, so sollen die von den Hohepriestern Bestochenen sagen.

Bewusste Falschmeldungen waren schon immer ein beliebtes Mittel zur Manipulation. Aktuell benutzen Politiker gerne diesen Begriff. Vor allem in Amerika sind die „Fake News“ in präsidialem Munde ein Dauerbrenner. Dabei ist es nur noch schwer zu unterscheiden, wer denn nun die Falschmeldung verbreitet: die Journalisten oder die Politik?

Die Botschaft der Auferstehung Jesu könnte eine „Fake News“ sein. Die Frage ist, wie wir erkennen können, ob das stimmt.

In der Tageslesung (Apg 2,14a.36-41) wird das beantwortet. Die Antwort ist der Heilige Geist, der uns geschenkt ist. Der tief in uns bewirkt, dass wir „mitten ins Herz“ getroffen sind. Botschaften, die so tief fallen, die das Herz bewegen und die „Gemeinschaft“, den Zusammenhalt aller stärken – die können nicht falsch sein.

Prüfen wir also: Taugen die Auferstehungsbotschaft und der Glaube an Jesus dazu, die Gemeinschaft der Menschen über alle Grenzen hinweg zu stärken? Wenn ja, dann sind es keine „Fake News“. Und andersherum: taugen die Botschaften derer, die sich für Nationalismus und Abschottung stark machen dazu, weltweite Krisen zu überwinden?

In den Kommentaren können Sie gerne Ihre Gebetsanliegen (Fürbitten) oder Ihre Gedanken mit uns teilen. In Ihren Anliegen wird in den nichtöffentlichen Eucharistiefeier am jeweiligen Tag oder im Folgegottedienst gebetet.

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