Kirchengemeinde St. Gallus | Heiligenbronn

Erfahren Sie mehr über unsere katholische Kirchengemeinde

Unsere Kirchengemeinde St. Gallus in Heiligenbronn

Das Dorf | Das Kloster | Die Stiftung

Den Ortsteil der Stadt Schramberg prägt seit über 150 Jahren vor allem die Tätigkeit des ansässigen Klosters der „Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe von Heiligenbronn“ . Im Jahre 1993 übergab die Ordensleitung die caritativen Einrichtungen zur Förderung geistig und körperlich behinderter Menschen an eine Stiftung kirchlichen Rechts, die „stiftung st. franziskus heiligenbronn“.

Im Jahr 2009 hatte Heiligenbronn 540 Einwohner, von denen 517 katholisch waren. Dazu zählen auch die rund 60 Schwestern und viele hier gemeldete Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung.

Die Kirchengemeinde betreibt den öffentlichen Kindergarten des Ortes.
Auch der örtliche Friedhof ist ein kirchlicher Betrieb.

Die Kirchengemeinde, die Stiftung und das Kloster sind traditionell nur schwer voneinander zu trennen. Zu eng sind die Lebensräume hier verknüpft.
Deshalb ist die Kooperation zwischen allen drei kirchlichen Einrichtungen auch gut ausgebaut.
Die Stiftung und das Kloster entsenden sogar je eine Vertreterin in die Sitzungen des Gemeinsamen Ausschuss der Seelsorgeeinheit.

Klosterkirche St. Gallus

Die Kirche St. Gallus ist rechtlich keine Pfarrkirche, sondern befindet sich im Eigentum der Stiftung, untersteht als Klosterkirche aber der Generaloberin des Ordens. Die Kirchengemeinde hat das vorrangige Nutzungsrecht, wenn es um die Feier der Sakramente geht. In der Praxis hat sich eine gute Absprache zwischen allen Beteiligten bewährt.

Die Kloster- und Pfarrkirche in Heiligenbronn

Drei in eins

Die Klosterkirche in Heiligenbronn vereinigt drei Einrichtungen der Kirche am Ort: Sie dient nämlich unserer Kirchengemeinde als Pfarrkirche, ist die eigentliche Ordenskirche der Franziskanerinnen von Heiligenbronn und steht im Eigentum der Stiftung St. Franziskus, die 1993 die karitativen Einrichtungen der Schwestern übernommen hat – so auch die Immobilien.

Heute präsentiert sich die 2003 letztmalig restaurierte Kirche in schlichter Eleganz. Bereits 1385 ist urkundlich der Kauf einer Stückes Land auf damals Waldmössinger Gemarkung verzeichnet – ein Bruder Konrad, ein Franziskaner, siedelte sich hier an. Bald entstand die Wallfahrt zum Gnadenbild, die im 15. Jahrhundert einen Höhepunkt erreichte. Eine Heilungslegende und die vorhandene Quelle machten den Ort so zu einem Wallfahrsziel, das mit der Gründung des Klosters 1857 und dem Neubau der heutigen Kirche 1873 eine neue Etappe beschritt.

Die Kirche bildet heute den Mittelpunkt von Gemeinde, Kloster und Stiftungseinrichtungen.

In der Kirche

Beim Betreten fällt sofort der helle Chorraum auf, dessen neugestaltete liturgische Orte sich unter dem imposanten Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert befinden.
Die links davon befindliche Gekrönte Maria aus der Ulmer Schule um 1480 fällt ebenfalls ins Auge.
Die Kirche ist mit einer zweigeschossigen Empore ausgestattet – die obere dient heute der Chormusik und beinhaltet auch den Spieltisch der Orgel. Deren Pfeifen sind – eine Besonderheit – in der Decke des Gotteshauses untergebracht.
Die untere Empore war ursprünglich den Schwestern vorbehalten.

Links vom Haupteingang betritt man eine kleine Kapelle, in der der Toten und Vermissten der beiden Weltkriege gedacht wird. Eine Skulptur des peruanischen Künstlers Raul Castro, dessen umfangreiches Werk die Dauerausstellung im Haus Lebensquell bildet, zeigt den toten Sohn Gottes in den Armen seiner Mutter. Die ausgestellten Gebeine des Hl. Benignus im barocken Schrein rufen Vergänglichkeit und Hoffnung in Erinnerung.

Gnadenkapelle

Betritt man die Kirche durch den Haupteingang und durchschreitet das Schiff bis zur Mitte, öffnet sich links der Raum und es besteht Durchgang in die Gnadenkapelle mit ihrer Quellenkrypta.

Kapellen und Bildstöcke

Die Gnadenkapelle mit Krypta

Betritt man die Klosterkirche durch den Haupteingang und wendet sich dann nach links, erkennt man mittig den Durchgang zur „Gnadenkapelle“.
Von dort ist der Blick frei auf den 1938 von Karl Rieber geschaffenen Holzaltar, der das „Gnadenbild“ von Heiligenbronn umrahmt.
Das Mitte des 14. Jahrhunderts entstandene Schnitzwerk, zeigt Maria in Trauer um ihren toten Sohn, den sie auf dem Schoß hält.

Die Wallfahrt

Der Legende nach war es unter anderen ein Hirtenjunge, der einst seine kranken Füße in die Quellen von Heiligenbronn getaucht hatte und umgehend genas. Zur gleichen Zeit, in der das Bildnis der „Pietà“ entstand, entwickelte sich auch eine lebendige Wallfahrt nach Heiligenbronn. Diese jahrhundertealte Tradition fand nach dem Neubau der Kirche 1871 in der heutigen Gnadenkapelle auch ein neues Ziel. Die Geschichte der Wallfahrt und die von Heiligenbronn ist in einem » Buch ausführlich beschrieben.

Hinab zur Krypta

Links und rechts des Altares mit dem Gnadenbild, führen Treppen in die Krypta hinab. Aus einem 2003 neugeschaffenen Brunnen quillt hier das Wasser der Quelle, die schon so viel Durst gestillt hat. Nicht nur den körperlichen: das Wasser als Sinnbild für das Leben in der Taufe erinnert den Christen immer an die „Quelle des Lebens“, die Gott ist.
Viele Votivtafeln laden an den Wänden dazu ein, den Dank so vieler Menschen zu teilen, die durch ihr Gebet an diesem Ort eine Wende in ihrem Leben erfahren haben.

Von außen ist über einen separaten Eingang eine zweite Krypta zu erreichen, die sich unter dem Chorraum der Kirche befindet. Auch hier ist das Quellwasser in einem Brunnen gefasst und bietet Platz auch für größere Gruppen.

Weitere Infos und Links

Interessante und weiterführende Informationen

Fotos und Videos

Primiz von Christian Erath | 2012