Sonntagswort | MARIÄ HIMMELFAHRT | 15.08.2020

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Video-Livestream

Auf unserer Livestreamseite (siehe unten) übertragen wir das Hochamt mit Kräuterweihe am 15.08.2020 ab 18.45 Uhr. Zelebrant ist Pfarrer i.R. Richard Schitterer. Musikalisch wird die Feier von Stefanie Flaig (Gesang) mitgetragen.

HINWEIS ZU DEN GESÄNGEN: In den Kirchenräumen ist der Gemeindegesang (Lieder) leider bis auf weiteres untersagt, weswegen in den Gottesdiensten auch keine Liednummer mehr angesagt werden. Für die Mitfeiernden am Bildschirm veröffentlichen wird das Dokument LIEDERORDNUNG DER SE an dieser Stelle. Bitte suchen Sie sich darin die entsprechende Liederordnung für Sonn- und Feiertage heraus. Bitte beachten Sie, dass in Einzelfällen die Lieder auch durch besondere Gesänge der darbietenden Gruppen ersetzt werden können. Diese Änderungen werden nicht gesondert ausgewiesen.

LIVESTREAM | Liederordnung, gültig vom 15.08.2020 bis 07.02.2020 (806 kB)

Mariä Himmelfahrt – Ein Bild für die Menschenwürde

© JOSEF TREUTLEIN / MARTIN J. EMGE (Hg.), Die Frau, die mich zu Christus führt – Band 4: Jahreskreis II, S. 392

Der berühmte Psychologe Carl Gustav Jung war durchaus kein gläubiger Kirchenmann. Aber den 1. November 1950, den Tag der Verkündigung des neuen Dogmas von der Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel, beging er mit seinen Schülern bewusst als Seminartag. Denn diese Aussage erschien ihm als eine geniale Antwort der Kirche auf die Verachtung des menschlichen Lebens in der Zeit der Naziherrschaft und im Zweiten Weltkrieg.

Dem damals verbreiteten philosophischen „Daseins-Ekel“, der bei manchen bis zum Selbstmord führte, setzte die Kirche exemplarisch ein Bild der Menschenwürde entgegen: Der Mensch Maria lebt in seiner Ganzheit – mit Leib und Seele, also auch mit seiner Vitalität, mit seiner Geschichte und mit allem, was seine Persönlichkeit ausmacht – in Gottes Herrlichkeit. Jeder besitzt durch Gott eine Würde und Größe, die ihm niemand rauben kann.

Heute blicken wir zu Maria auf, zu der von Gott gekrönten Himmelskönigin. Auch der allerärmste Mensch in seinem Elend darf wissen: Ich bin und bleibe Ebenbild meines Schöpfers. Er hat mich ins Dasein gerufen. Er wird mich auch aus Todesstaub und Todesasche zu einem neuen, ewigen Leben rufen. Maria selbst bekennt und singt es: „Der Herr vollbringt machtvolle Taten. Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.“

In den Kommentaren können Sie gerne Ihre Gebetsanliegen (Fürbitten) oder Ihre Gedanken mit uns teilen. In Ihren Anliegen wird in den Eucharistiefeier am jeweiligen Tag oder im Folgegottedienst gebetet.

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