Sonntagswort | 28. Sonntag A, Rosenkranzfest | 10.10.2020

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Video-Livestream

Heute findet in St. Mauritius keine Eucharistiefeier statt, weswegen die Liveübertragung der Messfeier entfällt.

Um 12.00 Uhr übertragen wir jedoch die Tauffeier der Seelsorgeeinheit auf unserem Kanal.

Rosenkranz beten

von Gemeindereferentin Catarina Wetter

Die Perlenkette ist wie ein Hilfsmittel beim Beten.

Beim Rosenkranzgebet lasse ich die Perlen durch die Finger gleiten. Dies erinnert auch an die Gebetsketten und –schnüre anderer Religionen. Der Name Rosenkranz passt zur Mutter Gottes. Über sie gibt es viele Blumenlegenden. Und im Adventlied „Maria durch ein Dornwald ging“ werden Rosen besungen.

Das Rosenkranzgebet gibt Kraft für den Alltag, Trost in Krankheit, Trauer und Leid. Dieses Gebet ist uralt, es geht bis zu den Anfängen des Christentums zurück.

Als Kind war das für mich eine Gebetsform für alte Frauen oder vor Beerdigungen im Haus der Verstorbenen.

Es hat mich eher befremdet. Ich habe die Worte nicht verstanden und das ständige Wiederholen kam mir wie Kampfbeten vor – Hauptsache schnell durchkommen.

Zur Erstkommunion durfte ich mir selbst einen Rosenkranz aussuchen, den meine Oma mir dann geschenkt hat. Mich faszinierten die glitzernden Perlen, ich nahm ihn gerne mal in die Hand, aber meist lag er in einer schönen Buchschatulle in meinem Nachttisch.

Erst viel später bei der Vorbereitung für Exerzitien mit Jugendlichen konnte ich das Geheimnis der ständigen Wiederholungen besser begreifen.

„Heute tut es mir gut, mich an einem Rosenkranz festzuhalten, mit seiner Hilfe die einzelnen Abschnitte des Lebens Jesu zu meditieren und von den vorgegebenen Abschnitten leiten zu lassen.

Der Rosenkranz ist kein Mariengebet, er ist ein Jesusgebet.

Es geht darum mich in das Leben Jesu hineinzugeben. Mit Maria, der Mutter Jesu und Schwester im Glauben schaue ich auf das Leben Jesu.

Mein Beten verändert sich, wenn ich mir bewusst mache, dass ich mit Maria an meiner Seite bete. Mit ihr, die ihren Sohn kannte wie kein anderer Mensch, darf ich auf das Leben Jesu schauen.

Das stete Wiederholen führt in eine tiefe Ruhe, die mir hilft aus meinem eigenen Karussell auszusteigen und auf Jesus zu schauen.

Egal ob beim Aufräumen oder Kochen, auf dem Weg zur Arbeit, beim Sport, der Rosenkranz ist immer zur Verfügung um bei Gott anzuknüpfen.“  (Sr. Maria Pasquale, Pastoralreferentin Bad Saulgau)

In den Kommentaren können Sie gerne Ihre Gebetsanliegen (Fürbitten) oder Ihre Gedanken mit uns teilen. In Ihren Anliegen wird in den Eucharistiefeier am jeweiligen Tag oder im Folgegottedienst gebetet.

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