Kindergarten St. Josef | Waldmössingen

Sanierung und Erweiterung

Erfahren Sie mehr über die Sanierung und Erweiterung unserer Einrichtung in Waldmössingen

Ausgangslage

Wahrscheinlich gab es in Waldmössingen bereits vor 1900 einen Kindergarten, den damals noch die bürgerliche Gemeinde betrieb. Ab dem Jahr 1920, als Schwestern aus Reute nach Waldmössingen kamen, sicherten Verträge mit der Gemeinde die Betreuung der Kleinkinder. Erst 1969, mit Fertigstellung des heutigen Kindergartengebäudes, ging die Trägerschaft auf die Katholische Kirchengemeinde St. Valentin über.

 

Viele Erweiterungen und Anbauten prägten die folgenden Jahre.

 

 

1990 wurden die letzten Schwestern vom Mutterhaus abgezogen und wie in vielen Gemeinden endete eine Ära in der Kinderbetreuung durch Ordensfrauen.

 

 

Mit Einführung neuer gesetzlicher Vorgaben und aufgrund des ansteigenden Bedarfs, hat die Kirchengemeinde im Jahr 2011 mit dem Neubau einer „Kinderkrippe“ für unter Dreijährige begonnen. Im Oktober 2012 wurde der Betrieb eröffnet.

 

Die nunmehr viergruppige Einrichtung (3 Gruppen für ca. 75 Kinder „Über 3 (Ü3)“ und eine Gruppe für 10 Kinder „Unter 3 (U3)“ stößt im Jahr 2016 an ihre Belastungsgrenze. Die Kirchengemeinde beginnt mit Überlegungen, wie die Einrichtung in eine gute Zukunft geführt werden kann.

Planungen und Politische Diskussion

 

  • Im Jahr 2017 legt die Kirchengemeinde mit ihrem Konzept zum „Familienzentrum“ eine erste Planung vor, die eine Erweiterung des Betreuungsangebotes vorsieht. Das „Familienzentrum“ soll nicht nur neue Plätze schaffen, sondern durch die Einbeziehung verschiedener Kooperationspartner die Dienstleistungen für Kinder und Familien „aus einer Hand“ bündeln.

Ursprüngliches Projekt | Familienzentrum Waldmössingen (18 MB)

  • Es finden Vorstellungsveranstaltungen im Jahr 2018 statt und die politische Debatte beginnt. Leider kann sich die Stadt Schramberg nicht zu einer Unterstützung des Projektes entscheiden.
  • Die Kirchengemeinde legt daraufhin im Sommer 2019 eine überarbeitete Planung vor, die nur mehr die Erweiterung um eine U3- und eine Ü3-Gruppe vorsieht. Die Kosten werden auf ca. 1,8 Mio. € geschätzt.
  • Leider verzögert sich die Umsetzung weiter, da es auf politischer Ebene keine Einigung gibt, das Vorhaben zeitnah umzusetzen. Die Bedarfserhebung ergibt aus städtischer Sicht keinen akuten Platzmangel. Andere Ortsteile und insbesondere die Talstadt leiden unter viel extremeren Mängeln. Das Projekt wird wieder und wieder zurückgestellt.
  • Mittlerweile werden Forderungen der Arbeitsaufsichtsbehörden laut, den Altbestand an die derzeit gültigen arbeitsschutzrechtlichen Bedingungen anzupassen.
  • Im Herbst 2019 wird die Kirchengemeinde erneut zur Abgabe eines überarbeiteten Planungsstandes aufgefordert. Es ist mittlerweile die dritte Planungsvariante.
  • Die Projektkosten betragen nun rund 2 Mio. €. Zusätzlich haben sich die diözesanen Richtlinien geändert, so dass neue Kindergartenplätze nicht mehr durch kirchliche Zuschüsse bei Baumaßnahmen gefördert werden. Das erschwert die Verhandlungen zusätzlich.
  • Es kommt wieder nicht zu einem entsprechenden Umsetzungsbeschluss durch die Stadt Schramberg.
  • Im Herbst 2020 muss die Kirchengemeinde die vierte Überplanung vorlegen. Die Projektkosten belaufen sich nun auf ca. 2,9 Mio. €. Die finanzielle Beteiligung der Kirchengemeinden wird auf Beschluss des Kirchengemeinderates freiwillig nach oben hin angepasst, weil das Projekt für die Gemeinde wichtig bleibt.
  • Mittlerweile hat sich eine private Initiative gebildet, die als Alternative zum kirchlichen Kindergarten einen Standort inmitten des Industriegebietes entwickeln möchte. Als betrieblich geförderter Kindergarten soll er insbesondere auch den örtlichen Firmen dienen.
  • Es ergeben sich weitreichende, öffentliche Debatten – auch in der Presse – über die künftige Konzeption der frühkindlichen Bildung in Waldmössingen.
  • Die Kirchengemeinde ist – schon immer – bereit, sogenannte „Belegplätze“ für örtliche Firmen anzubieten. Allerdings zeichnet sich mittlerweile ab, dass die Bedarfe vor Ort die eingeplanten zwei neuen Gruppen voll in Anspruch nehmen werden.
  • Die Kirchengemeinde unterstützt das Anliegen der Initiativgruppe „Betriebskindergarten“ insofern, dass hier weitere, über den gesetzlichen Bedarf hinausgehende Angebote zu schaffen sind und das die volle Unterstützung durch die Kirchengemeinde erfährt.
  • Es muss aber eine schnelle Umsetzung für die Kinder vor Ort geschaffen werden. Die Wartelisten im Haus werden immer länger.
  • Aufgrund der weiteren Verzögerungen überarbeitet die Kirchengemeinde ein fünftes Mal die Kostenschätzung, da es pandemiebedingt extreme Kostensteigerungen am Bau gibt. Die für die weiteren Verhandlungen zugrundeliegenden Zahlen belaufen sich auf rund 3,4 Mio. €.

Freigabe der Mittel

 

Unter großer Teilnahme der Öffentlichkeit und nach weiteren, langwierigen Vorverhandlungen, beschließt der Gemeinderat der Stadt Schramberg am 29.04.2021 schließlich den Umbau, die Erweiterung und die Sanierung des katholischen Kindergartens St. Josef in Waldmössingen.

Für die Sanierungskosten des Altbestandes ohne die Kosten im Zusammenhang mit der Schaffung neuer Plätze, leistet die Kirchengemeinde weiterhin einen Zuschuss von 20 % (220.000 €). Auch bei den Betriebskostenzuschüssen bleibt alles beim Alten. Die finanzielle Belastung für die Kirchengemeinde beläuft sich künftig auf rund 50.000 € bei den Betriebskosten. Das entspricht rund 33 % des gesamten Haushaltsvolumens der Gemeinde.

Projektzeitplan

 

Der durch die Verzögerungen bei der politischen Willensbildung in Frage gestellte Zeitplan für die Umsetzung der Maßnahme wird im Frühsommer 2021 durch die pandemiebedingten Engpässe am Baumarkt erneut in Frage gestellt.

Der Kindergartenausschuss der Kirchengemeinde stellt das in seiner Sitzung im Juni 2021 fest. Es wird in Absprache mit den Eltern, dem Kindergartenförderverein und dem Kirchengemeinderat folgender Projektzeitplan festgelegt:

  • Einbringung des Baugesuchs im August/September 2021.
  • Das Baugesuch ist zweigeteilt.
  • Die Maßnahme „Übergangslösung Modulbauten“ wird priorisiert verfolgt und soll bis Ende April 2022 fertiggestellt sein. Danach ziehen die bisherigen Ü3-Gruppen in die Übergangslösung um. Die U3-Gruppe verbleibt im Neubau von 2012.
  • Die Maßnahme „Sanierung- und Erweiterung Altbestand“ wird parallel mit Nachdruck vorangebracht. Ziel ist es, im Mai 2022 mit den Baumaßnahmen zu beginnen. Nach der Fertigstellung erfolgt der Umzug in die neuen Räumlichkeiten spätestens mit Beginn des Kindergartenjahres 2023/2024 im September 2023.

Alle Maßnahmen sind abhängig von der aktuellen Entwicklung am Baumarkt, der im Moment keinerlei Planungssicherheit erwarten lässt.

Das wird gebaut

Objekt: Kindergarten St. Josef

Hangstraße 3, Flst. 1048/2

78713 Schramberg-Waldmössingen

 

Planer:

GANTER ARCHITEKTUR

Dipl. Ing. (FH) Harald Ganter

 

 


 

Übergangslösung „Modulbauten“

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Bei der geplanten Baumaßnahme ist im Ausführungszeitraum ein Kindergartenbetrieb im bestehenden Kindergarten nicht mehr möglich.

In unmittelbarer Nähe zum Kindergarten befindet sich nördlich der Hangstraße ein unbebautes Grundstück (Flst. Nr. 1047/1). Das Grundstück ist erschlossen. Grundstückseigentümer ist die Stadt Schramberg. Das Gelände ist geneigt und müsste für die Errichtung eines Modulbaus in Teilbereichen eingeebnet werden.

Für die Auslagerung eines 3-gruppigen Kindergarten sind 28 Module in der Abmessung LxB= ca. 600×300 cm erforderlich.

Der Zugang könnte von der Hangstraße aus bzw. beim Fußweg zur Schule erfolgen.

Die Modulbauten werden ohne Mobiliar aufgestellt. Es muss geklärt werden welches Mobiliar vom bestehenden Kindergarten verwendet werden kann und was gekauft werden muss.

Die Modulbauten sollen ab Ende April 2022 zur Verfügung stehen. Der Umzug der drei Gruppen Ü3 soll sofort erfolgen, damit für die Altbausanierung Handlungsspielraum besteht.

Sanierung Kiga St. Josef | Übersichtsplan Modullösungen (276 kB)

 


 

Sanierung und Erweiterung des Altbestandes

Maßnahmenbeschreibung – Anbau, Umbau und Aufstockung Kindergarten St. Josef

Es sind erhebliche Raumdefizite vor allem für das Personal, für die Leitung und für Abstellbereiche vorhanden. Innerhalb des Gebäudes befinden sich zum Teil noch Fußböden, Wandoberflächen und technische Anlagen in einem unsanierten Originalzustand aus dem Entstehungsjahr 1969.

Ein Sanierungsstau ist offensichtlich. Folgende zum Teil schwerwiegende Mängel sind vorhanden:

  • Dach, teilweise undicht
  • Holzfenster, teilweise noch aus dem Entstehungsjahr
  • Akustik, teilweise nicht vorhanden
  • Brauchwasserverteilung – entspricht nicht den Anforderungen
  • Heizung, teilweise noch Nachtspeicheröfen vorhanden.
  • Beleuchtung
  • Sicherheitsrelevante Maßnahmen, z.B. fehlende Rettungswegbeschilderung
  • Entwässerung, vor allem im Gartenbereich

 

Die Planung sieht den Ausbau des bestehenden Kindergarten mit zwei zusätzlichen Gruppen vor. Die bestehende Tragstruktur des Gebäudes ist für eine Aufstockung in Holzbauweise geeignet.

Sanierung Kiga St. Josef | Schnittansicht (89 kB)

Durch die grundlegenden Gegebenheiten wie Lage, Tragstruktur, angebaute neuwertige Kinderkrippe und Außenspielbereich kann bei einer Sanierung, Aufstockung und Anbau eine wirtschaftliche Lösung erzielt werden. Ein Abbruch und Neubau wären erheblich teurer.

Der erforderliche Raumbedarf für eine zusätzliche U3-Gruppe und Kiga-Gruppe einschl. der erforderlichen Nebenräume und Behebung der Raumdefizite kann nur durch eine Aufstockung und einen Anbau erreicht werden.


 

Sockelgeschoss

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  • Abbruch bestehender vorgelagerter Eingangsbereich, Büro und Abstellraum.
  • Neuer Anbau mit Unterkellerung, Eingangsbereich, Treppenhaus mit Aufzug, Technik- und Abstellraum.

Sanierung Kiga St. Josef | Grundriss Sockelgeschoss (162 kB)

 

Gartengeschoss

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U3

  • Neuer Anbau mit Treppenhaus und Aufzug, Kiga-Garderobe, Beh.-WC und Leitungsbüro. Im Bestand befindet sich nun das Foyer, Gruppenraum 1, Gruppenraum 2, Personal-WC, Kindergarten-Sanitärräume, Putz-, Material- und Geräteraum.
  • Im bisherigen Ausweichraum sind die Schleuse zum Garten mit Stiefelablage- und WC-Raum und der innere Aufgang zum Obergeschoss vorgesehen.
  • Nach Süden zum Garten ist ein überdeckter Außenbereich (Sonnen- und Witterungsschutz) geplant.

 

 

Ü3

  • Neue U3-Gruppe im Bereich des bisherigen Kiga-Gruppenraum 1 mit Schlafraum und Intensivraum. Krippenküche für neue U3-Gruppe, Personal WC, Garderobenbereich für neue U3-Gruppe,
  • Ausbau Beh.-WC und Einbau eines zusätzlichen Wickelbereiches (Zusammenfassung U3- Sanitärraum). Erweiterung Fläche Außenspielbereich und neuer Außengeräteraum.

Die Krippe ist zusammenhängend und nach wie vor vom Kiga-Bereich getrennt jedoch gleichzeitig am neuen Haupteingang angegliedert und somit sehr gut erreichbar.

Sanierung Kiga St. Josef | Grundriss Gartengeschoss (318 kB)

 

Neues Obergeschoss

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  • Neuer Anbau mit Treppenhaus und Aufzug, Elternecke, Küche und Bistro und Multifunktionalraum. Aufstockung über Bestand mit zwei großen Kiga-Gruppenräumen und den erforderlichen Nebengruppenräume, Sanitärraum, Multifunktionalraum, Personal- und Besprechungsräume, Personal-WC, Galerie und innere Treppenverbindung zu Gartengeschoss.
  • Nach Süden zum Garten ist ein vorgelagerter überdeckter Außenbereich (Sonnen- und Witterungsschutz) geplant.

Sanierung Kiga St. Josef | Obergeschoss (179 kB)

 

Zugang und Parken

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  • Die Erschließung des Kindergartengrundstückes erfolgt von der Kirchbergstraße über die schmale Hangstraße (Fußgängerweg). Einzelne öffentliche Parkflächen befinden sich entlang der Kirchbergstraße.
  • Das Kindergartengrundstück 1048/2 befindet sich in der sog. „zweiten Reihe“. Vor dem Kindergartengrundstück (nördlich) befindet sich das freie Grundstück 1048/1 mit direkter Anbindung an die Kirchbergstraße. Das Grundstück befindet sich im Eigentum der Stadt Schramberg. Das Grundstück eignet sich sehr gut für die Herstellung von Stellplätzen und für einen neuen Hauptzugangsweg. Dies wurde in der Planung berücksichtigt.

Sanierung Kiga St. Josef | Lage, Zuwegung und Parken (485 kB)

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