Hybridkirche
Da kommt was zusammen!
Wir setzen die Hybridkirche im Augenblick technisch um!
Nach Abschluss der Installationsarbeiten startet das Projekt. Den genauen Termin geben wir rechtzeitig – auch hier – bekannt. Bleiben Sie gespannt … Es kommt was zusammen!
Gemeinsam Gottesdienst feiern, über Kirchtürme hinweg
Seelsorgeeinheit Aichhalden erweitert ihr Gottesdienstangebot um Hybridgottesdienste

Die Seelsorgeeinheit Aichhalden geht neue Wege, um Menschen an ihren verschiedenen Kirchorten miteinander zu verbinden. Künftig ergänzen sogenannte Hybridgottesdienste das vielfältige gottesdienstliche Angebot in Aichhalden, Winzeln, Waldmössingen und Heiligenbronn. Moderne Übertragungstechnik ermöglicht es, einen Gottesdienst zeitgleich an mehreren Orten gemeinsam mitzufeiern.
Warum die Hybridkirche entwickelt wird
Im Zuge des Veränderungsprozesses „Kirche der Zukunft“ werden die Kirchengemeinden neu gegliedert. Künftig müssen größere pastorale Räume mit weniger hauptamtlichem Personal betreut werden. Diese Entwicklung betrifft auch die Feier und Organisation der Gottesdienste.
Gleichzeitig bleibt es ein wichtiges Anliegen, das gottesdienstliche Leben an den verschiedenen Kirchorten lebendig zu halten. Menschen sollen auch künftig möglichst wohnortnah gemeinsam beten, singen, das Wort Gottes hören und die heilige Kommunion empfangen können.
Das Projekt „Hybridkirche“ möchte dazu eine zusätzliche Möglichkeit eröffnen. Hybridgottesdienste treten nicht an die Stelle klassischer Gottesdienste in Präsenz. Sie ergänzen das bestehende Angebot und können dazu beitragen, auch unter veränderten personellen und strukturellen Bedingungen an mehreren Orten verlässlich Gottesdienst zu feiern. Auf diese Weise sollen die Kirchorte miteinander verbunden, die örtlichen Gemeinden gestärkt und die Kirchen als lebendige Orte des Glaubens erhalten werden.
Dabei wird eine Eucharistiefeier aus einer sogenannten Senderkirche live in eine oder mehrere Empfängerkirchen übertragen. Die Übertragung soll in guter Bild- und Tonqualität erfolgen, damit Gebete, Schriftlesungen, Predigt, Musik und die gesamte Atmosphäre der Feier unmittelbar miterlebt werden können. Die Gemeinden an den verschiedenen Orten bleiben auf diese Weise nicht nur digital, sondern auch im gemeinsamen Beten und Feiern miteinander verbunden.
Vor Ort versammelt und aktiv beteiligt
Wer an einem Hybridgottesdienst teilnimmt, sitzt nicht allein zu Hause vor einem Bildschirm. Die Gläubigen kommen wie gewohnt in ihrer Kirche oder an einem anderen kirchlichen Empfangsort zusammen. Dort werden sie begrüßt und durch die Feier begleitet. Sie beten gemeinsam, sprechen die liturgischen Antworten, singen die Lieder mit und hören das Wort Gottes.
Während in der Senderkirche die heilige Kommunion ausgeteilt wird, findet zeitgleich auch am Empfangsort die Kommunionspendung statt. Beauftragte Wort-Gottes-Feier-Leitungen, Ministrantinnen und Ministranten, Mesnerdienste sowie weitere Ehrenamtliche tragen dazu bei, dass die Feier vor Ort gemeinschaftlich und würdig gestaltet wird.
Damit entsteht eine besondere Form kirchlicher Verbundenheit: An jedem Ort ist die Gemeinde tatsächlich versammelt und zugleich live mit den Mitfeiernden in den anderen Kirchen verbunden. Der Hybridgottesdienst verbindet damit die vertraute Feier vor Ort mit den Möglichkeiten moderner Kommunikationstechnik.
Kirchen werden zu Sendern und Empfängern
Nach der bisherigen Planung sollen die Kirchen St. Michael Aichhalden, St. Mauritius Winzeln und St. Valentin Waldmössingen technisch so ausgestattet werden, dass von dort Gottesdienste übertragen und zugleich Feiern aus den jeweils anderen Kirchen empfangen werden können. So kann jede dieser Kirchen je nach Gottesdienstplanung zur Sender- oder Empfängerkirche werden.
Für Heiligenbronn ist zunächst eine Empfangsmöglichkeit im Elisabetha-Glöckler-Saal vorgesehen. Zusätzlich wird geprüft, ob Übertragungen künftig auch unmittelbar in der Klosterkirche Heiligenbronn ermöglicht werden können. Damit könnte auch dort das gemeinsame Feiern in einem besonders vertrauten und geistlich geprägten Kirchenraum stattfinden.
Perspektivisch eröffnet die Technik zudem Möglichkeiten für eine stärkere Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Stiftung St. Franziskus. Darüber hinaus kann sie später auch für geistliche Vorträge, kirchliche Bildungsangebote, Konzerte, Gesprächsabende oder weitere Veranstaltungen genutzt werden.
Eine weitere Form in einem vielfältigen Angebot
Hybridgottesdienste erweitern ein bereits heute sehr vielfältiges Gottesdienstleben. Zum Angebot der Seelsorgeeinheit und der mit ihr verbundenen kirchlichen Orte gehören unter anderem Eucharistiefeiern, Wallfahrtsmessen, Laudes, Schülergottesdienste und verschiedene Gebetsformen wie das Rosenkranzgebet. Auch Begegnungsangebote im Anschluss an Gottesdienste gehören zur gelebten Gemeinschaft. Der jeweils aktuelle Gottesdienstkalender gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Feiern und Orte.
Der Hybridgottesdienst tritt damit nicht an die Stelle dieser Vielfalt, sondern ergänzt sie um eine neue Möglichkeit. Er kann helfen, auch unter sich verändernden personellen und strukturellen Bedingungen an mehreren Kirchorten verlässlich gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Zugleich stärkt er die Verbindung zwischen den Gemeinden und macht sichtbar: Wir feiern an verschiedenen Orten, aber als eine Gemeinschaft im Glauben.
Sorgfältig erproben und gemeinsam weiterentwickeln
Die Einführung der Hybridgottesdienste ist als Erprobungs- und Lernprozess angelegt. Erfahrungen und Rückmeldungen der Mitfeiernden sowie der beteiligten ehrenamtlichen Dienste sollen aufgenommen und ausgewertet werden. Dabei geht es besonders um die Qualität von Bild und Ton, die Möglichkeit zum gemeinsamen Beten und Singen, die Gestaltung der Kommunionspendung und das Erleben der gottesdienstlichen Gemeinschaft. Die Rückmeldungen sollen helfen, diese neue Gottesdienstform schrittweise weiterzuentwickeln und gut auf die Bedürfnisse der Gemeinden abzustimmen.
Die Seelsorgeeinheit Aichhalden lädt dazu ein, diesen neuen Weg neugierig und offen mitzugehen. Denn der Grundgedanke des Hybridgottesdienstes ist einfach: Kirchorte miteinander verbinden, Gemeinschaft erfahrbar machen und miteinander den Glauben feiern.
Wenn Sie Interesse an der ausführlichen Konzeption haben, die auch Muster für die Abläufe und die Fragebogen zur Evaluation enthält, sind Sie hier richtig:
HYBRIDKIRCHE | Konzeption für die Seelsorgeeinheit Aichhalden (443,52 KB)



